Club Deutscher Drehorgelfreunde (CDD) www.drehorgelclub.de
1969 trafen sich im Wartesaal des Hauptbahnhofs Hannover 10 Freunde der Kirmesorgel und ihrer kleineren Schwester, der Drehorgel. Jahrhundertelang gehörte die Konzertorgel zu jedem Kirmesplatz und galt als die "Visitenkarte" der Fahrgeschäfte. Entsprechend prunkvoll waren ihre Fassaden gestaltet und viel Arbeit und Geld wurde in die Pflege und Erhaltung der wertvollen Instrumente investiert. Durch das Aufkommen der Lautsprecheranlagen verschwanden diese Instrumente weitgehend von den Kirmesplätzen da sie es von der Lautstärke her nicht mit den elektronischen Anlagen aufnehmen konnten und diese in der Wartung und im Betrieb natürlich weitaus kostengünstiger waren.
Buchstäblich sind, insbesondere nach dem 2.Weltkrieg, viele der Orgeln zu Brennholz" verarbeitet" worden und verschwanden schließlich völlig von der Bildfläche.
Die Gründer des CDD waren Schausteller und Freunde mechanischer Musik, die es sich zum Ziel setzten, dieses alte deutsche Kulturgut für die Nachwelt zu erhalten.

Wrede-Orgel von 1924 - Inhaber: Ludwig Blome
Heute, nach rd. 40 Jahren, scheint dieses Ziel im Wesentlich erreicht. Die letzten "alten Schätzchen" befinden sich, zum Teil sehr aufwändig restauriert, in Museen und Sammlerhänden. Zahlreiche Großorgeln findet man heute wieder auf Kirmesplätzen oder bei entsprechenden Veranstaltungen und sie erfreuen mit ihren nostalgischen Klängen nach wie vor (oder gar zunehmend) ihre kleinen und großen Fans.

Der Club Deutscher Drehorgelfreunde (CDD) hat heute rd. 1000 Mitglieder aus 16.Nationen. Der Club unterstützt Drehorgeltreffen und Festivals und sorgt über sein Journal "Drehorgel" für Gedankenaustausch zwischen den Mitgliedern und Freunden der Drehorgelmusik.
Neben historischen Instrumenten wurden in den letzten Jahrzehnten auch zunehmend neue Instrumente gebaut und viele Hobby-Drehorgelspieler oder Leierkastenleute (Berlin) oder Werkelmänner (Wien) ziehen heute wieder "zum Spaß" durch die Städte und Dörfer oder spielen zu Festen und anderen Gelegenheiten auf.
Drehorgler des CDD kurbeln sich in Dortmund ins Guinnes Buch der Rekorde
am 22.August 2008 startete Drehorgelfreund Friedhelm Hombeck anlässlich der 684.Bartholomäuskirmes in Lütgendortmund einen neuen Weltrekordversuch. Sämtliche 36 Gondeln des Riesenrades "Moulin-Rouge" waren mit Drehorgeln zu besetzen. Unter den Augen von Oberbürgermeister Langemeyer wurde diese Aufgabe nach langen Proben erfüllt. Alle 36 Orgeln und weitere 10 Orgeln vor dem Riesenrad spielten vor vor zahlreichen Zuhörern syncron den "Sportpalastwalzer".
Orgelrolli:"Es hat Spaß gemacht und das schönste war, fast drei Stunden lang kostenlos Riesenrad fahren zu können".

Einige liebe Drehorgelfreunde:
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Die "BIBBIS" - Kölsche Tön mit Bodo Brico und Siggi Filter


Kammersänger "Peter d'Alessio" - Travemünde
Carlheinz Schiller - "Der Altstädter" - Drehorgelmann

"Der Alte" - Präsident des CDD, Wilfried Hömmerich aus Bonn und Sohn Daniel (+)
Wie jeder andere Club hat natürlich auch der CDD mit rd. 1000 Mitgliedern aus inzwischen 17 Nationen einen Vorstand.

Der 4/6 Vorstand mit Präsident Wilfried Hömmerich (Bonn), Pressechef Siggi Filter (Brühl), Kassierer Bodo Brico (St.Augustin) und Rolf Redecker (Lennestadt). Es fehlen Archiv- und Instrumenwart Joachim Petschat (Leipzig) und Franz Weber (Köln).

Das Schönste am Orgeln sind die Pausen! Franz Weber, Werner Schnell und Präsident Wilfried Hömmerich in Linz
Berühmt (und berüchtigt) sind die jährlichen mehrtägigen Treffen zur Jahreshaupt- versammlung des CDD in jeweils wechselnden Städten.